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WJATSCHESLAW GORDEJEW
Leben für den Tanz

Mit unermüdlichem Engagement und großer Kreativität gelangte Wjatscheslaw Gordejew sowohl an die Spitze der Tanzelite, als auch zu weltweiter Anerkennung seines choreographischen Schaffens.

1948 in Moskau geboren, entbrennt schon in frühester Kindheit seine Leidenschaft für den Tanz. Nach exzellentem Abschluss der Ballettakademie wird er am legendären Moskauer Bolschoi Ballett aufgenommen und avanciert in kürzester Zeit zum Ballett-Superstar. Seine Art der Interpretation wie z.B. der Hauptrolle in „Spartakus“ macht ihn zum Superstar auch in den Vereinigten Staaten. Das renommierte „Dance Magazine“ adelt ihn zum „derzeit großartigsten Tänzer der Welt“.

Gordejews Bolschoi Kollegen heben indessen seine sprudelnde Kreativität und seinen eisernen Willen hervor. Von „sensationellem Können“ und „elektrisierend - emotionaler“ Virtuosität wird gesprochen. Mikhail Lavrovsky, selbst bedeutender Tänzer und Choreograph von Weltruhm: „Gordejew setzt sich mühelos über alle technischen Grenzen hinweg“. Primaballerina Nina Ananiashvili, die wohl bedeutendste Tänzerin unserer Zeit: „Für einen Tänzer ist es eine große Chance mit Gordejew arbeiten zu dürfen. Die Zusammenarbeit mit ihm zeichnet sich durch seine hellwache kritische Unterstützung aus. Uneigennützig und immer bereit, einen an seiner reichen Erfahrung teilhaben zu lassen“. Seine Arbeit sei gekennzeichnet „durch kompromisslose Härte auch gegen sich selbst, gerade so als sei er jeden Tag zum ersten Mal auf der Ballettbühne“.

1984 übernimmt Gordejew die Leitung des Russischen Staatsballetts. Unter seiner Führung und nach seinen ästhetisch-choreographischen Vorstellungen etabliert sich das einzigartige Ensemble in der Ballettwelt und erlangt weltweit Ruhm und Anerkennung. Unzählige Tourneen und Gastauftritte im In- und Ausland manifestieren bis heute den Erfolg des Russischen Staatsballetts.

Neben seiner Tätigkeit für das Russische Staatsballett wird er Mitte der 90er Jahre zum Künstlerischen Direktor des Moskauer Bolschoi Balletts berufen. Mehr und mehr gewinnt er auch Anerkennung durch
seine choreographische Arbeit. Neben vielen anderen Auszeichnungen wird ihm der begehrte „Maurice-Béjart-Preis“ für die beste zeitgenössische Choreographie verliehen. Dennoch liegt ihm weiterhin der klassische Tanz ganz besonders am Herzen; für ihn ist er „der Ursprung jedes heute getanzten Balletts“. Das Spektrum seiner Choreographien umspannt ein sehr weites Feld – von der kleinen Sequenz bis zu
großen abendfüllenden Werken wie „Schwanensee“, „Der Nussknacker“, „Dornröschen“ und „Cinderella“.

Es wäre nicht Gordejew, würde er sich nun auf seinem Erfolg ausruhen. Der sympathische Kosmopolit und Workaholic Gordejew ist in seiner künstlerischen Schaffenskraft nicht aufzuhalten. So wird er im Frühjahr 2003 zum Ballettdirektor des „Ballett Theater Ekaterinenburg“ berufen. Fast zeitgleich erarbeitet er für das Russische Staatsballett eine weitere große Ballettproduktion,Schneitzhoeffers „La Sylphide“, die in Moskau mit großer Spannung erwartet wird und 2004 Premiere feiern soll.

 


 
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